In den letzten Tagen gaben zwei Meldungen Rätsel auf: Yahoo, ehemals größter Suchmaschinendienst, und Rupert Murdoch, Medienmogul und Besitzer von FOX sowie MySpace, wollen den Klimawandel aufhalten. Medienzar Rupert Murdoch, bislang in ökologischen Fragen nicht in Erscheinung getreten, und auch sonst eher das kühle Image eines Montgomery Burns aus den Simpsons verkörpernd, will nun seine gesamte Produktion klimaneutral gestalten, gestand er in Interviews. Spötter würden vorschlagen, dazu bräuchte er doch einfach die gesamte News Corp-Palette von Fox bis MySpace einzustellen. Aber Murdoch hat sich wohl doch gewandelt. Schuld ist wohl sein Sohn, der den englischen Anbieter BSkyB seit einem Jahr CO²-neutral betreibt. Auch mit Tony Blair und Al Gore soll sich Murdoch mittlerweile gut verstehen. Ob es nun von großer Bedeutung ist, dass auf dem Gelände von News Corp alles ergrünt, mag dahingestellt sein. In der Tat aber könnte der Medienzar einen wichtigen Unterschied machen: allein aufgrund seiner Medienmacht. Man darf gespannt, ob sich die persönliche Meinung auch im Programm seiner Sender durchschlägt.
Yahoo startet eigens seinen grünen Kanal, der die User mit Tipps zur Umweltfreundlichkeit versorgen soll. Gleichzeitig hat Yahoo gemeinsam mit der US-amerikanischen NGO Global Green USA die Kampagne “Be a better planet” ins Leben gerufen. Dort sollen in einem Wettbewerb die grünsten Städte der USA gefunden und gekürt werden. Am interessantesten ist sicherlich aus Yahoo-Sicht der Marketing-Effekt. Die Hoffnung im Unternehmen ist groß, dass Anbieter rund um das Thema (und das werden ja immer mehr) dort ihre Werbetrommel rühren werden.
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Das hätte Yahoo definitiv immernoch nötig! So wirkliche Wunder kann diese ganze Aktion also nicht vollbracht haben. Bin wirklich mal gespannt, ob aus diesem einstigen Vorreiter der Internetdienste nochmal ein wirklicher Konkurrent für die anderen hervorgeht. Momentan schwimmt Yahoo ja einfach mehr schlecht als recht mit der Masse und scheint nicht wirklich eine gute Strategie für die Zukunft zu haben.