Öl-Scheichs werden Klimaretter

Jahrelang hörte man aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nur Geschichten aus 1001 Nacht oder von prunkvollen Scheichs in Ferraris. Doch in Sachen Klimaschutz könnten sie schon bald Vorreiter werden.

Der Grund ist nicht zu übersehen: In einer doch eher lebensfeindlichen Welt gründet Wohlstand und Luxus auf dem Rohstoff Öl, der aber langfristig zur Neige gehen wird. Nun ist Kapital da, um bereits jetzt die Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft ohne Öl zu legen. Und die ersten Projekte entstehen, die diesen Gedanken in Stein (respektive Stahl) meißeln. Das Burj-al-Taqa in Dubai soll ein “Zero-Energy-Tower” in der Wüste werden. Leider habe ich den betreffenden Artikel im SPIEGEL verpasst, aber zum Glück nicht den Link via Worldchanging. Dort nimmt die Autorin auch auf den Architekten Eckhard Gerber Bezug:

“It may not be long before the UAE has a full package of potential sustainable designs for future architects to learn and work from.

One new arrival on the scene comes from a German architect, Eckhard Gerber, who currently holds CAD drawings for the tallest zero-emissions, zero-energy skyscraper in the world.”

Eine weitere Frucht, die heran wächst, soll noch nachhaltiger wirken. In Abu Dhabi ist vor gut einem Jahr die Masdar Initiative entstanden. Sie soll - ausgestattet mit einer ausreichenden Menge Petrodollars - Innovationen in Ressourcenschonung und erneuerbarer Energie aufspüren. Dabei wird das Ziel ganz ambitioniert formuliert, heißt es in Worldwatch:

“The Masdar Initiative has developed partnerships with leading companies, educational institutions, and investment firms “to change the way the world understands energy.”

Dass hier mehr als heiße Luft im Spiel ist, zeigt nicht zuletzt die Auszeichnung mit den World Clean Energy Awards (WCEA).

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